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Die Natur des Kreislaufs

Unser gesamtes Leben besteht aus Kreisläufen. Die Erde umkreist die Sonne, unser Herz pumpt unermüdlich in Zirkulation und leider ist auch die ein oder andere Denkweise in unseren Köpfen seit vielen Jahren und Jahrzehnten in einem festen Zyklus gefangen.

Was heißt das für uns und diese ewig anhaftenden Teufelskreise?

Nun, im Grunde heißt es lediglich, dass unser Gehirn noch ein paar Jahrhunderte in der Vergangenheit lebt. Damals mussten wir noch unter stundenlangen Bemühungen das wenig vorhandene Essen selber jagen oder sammeln und haben dabei wichtige Energie verbraucht. Unnütze Tätigkeiten, die uns weder neue Energie noch die Aussicht auf Fortpflanzung beschafften, wurden demnach gemieden und das konsequent. Es ging schlicht und ergreifend um das Überleben und um die Arterhaltung im – na? Richtig – im großen LebensKREISLAUF. Ist doch kein Wunder, dass es uns so schwer fällt, NEUE Verhaltensweisen in den Alltag zu integrieren.
Es nützt also überhaupt nichts, sich jedes Mal erneut zu verurteilen, wenn ein Ziel mal wieder nicht erreicht wurde. Viel mehr dürfen wir unser Gehirn mit Verständnis dafür würdigen, dass es uns vor in seinen Augen „unnützem“ Wissen schützen möchte. Wenn wir uns die Natur einmal anschauen, werden wir ganz schnell feststellen, dass jedes Verhalten einen bestimmten Zweck erfüllt. Jedoch wird kein Lebewesen „einfach so“ etwas an seinem Verhalten ändern. Erst recht dann nicht, wenn sich dadurch die alltägliche Kosten-Nutzen-Bilanz nachteilig verändert. Wie also können wir es schaffen, dass Veränderungen und positive Entwicklungen unser Gehirn nicht „abschrecken“? Ganz einfach – mit klitzekleinen Veränderungen, die wir in unseren Alltag hinein „pflanzen“.
Wie einen kaum sichtbaren Samen erden wir es ein in unseren Verhaltens-Mutterboden. Ernährung: Einfach eine Tasse Tee statt Kaffee, 3 Mal die Woche. Oder abends statt des Weizenbrotes das Schwarzbrot. Es macht uns selbst kaum etwas aus, ist aber eine deutliche Veränderung für unseren Organismus. Und diese kleinen Dinge finden wir in so vielen Möglichkeiten. Es gibt sie so zahlreich wie Sterne am Himmel. Ist das nicht ein stärkender Gedanke? Jedes Sandkorn für sich ist winzig. Sammeln wir jedoch kontinuierlich ein paar Sandkörner in unseren Taschen, werden unsere Taschen langsam, aber stetig voller und schwerer. Mit Sand. Mit Münzen? Mit Erfahrung? Was auch immer. Und nach einigen Wochen, wenn wir die kleinen Veränderungen zu einem festen Bestandteil unseres Lebens gemacht haben, können neue Veränderungen folgen.

Und weitere. Und weitere. Et voilà – es ist ein neuer Kreislauf entstanden. Im Grunde genommen sind es sogar unendlich viele kleine Kreise, die mit jeder Veränderung entstehen.

Bestenfalls sind sind wir folglich aus der Opferrolle in die Schöpferrolle gewechselt. Haben uns aus alten Mustern „ent-wickelt“. Sind uns über unsere lenkbare Denkweise bewusst geworden.

Die Selbst-Bestimmung ist (wieder)geboren.

Jetzt ist es an uns, dieses Pflänzchen zum Wachsen und Gedeihen zu bringen, bzw. am Leben zu erhalten. Denn zahlreiche „Stürme“ des Lebens werden uns immer wieder Herausforderungen in den Alltag pusten. Was tun wir also? Genau, wir beschützen die kleine Pflanze. Solange, bis sie groß und stark genug ist, einen Sturm zu überstehen.

Habe ich schon erwähnt, dass ich Metapher-Fan bin? Wie passend, dass ich mich auf Visualisierungsarbeit spezialisiert habe, um dadurch komplexe Zusammenhänge zu verbildlichen – ich hoffe, dies ist mir hier gelungen … 😉

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